2. Platz Preis für Gesundheitsvisionäre: Mobile Retter

25. November 2015, 18:47

MobileRetter e.V. LogoMobile Retter helfen bei lebensbedrohlichen Notfällen

Smartphone-basierte Alarmierung qualifizierter Ersthelfer gewinnt den 2. Platz des Preis für Gesundheitsvisionäre der Universität Witten/Herdecke.

Die frohe Kunde hat Mobile Retter e.V. schon erreicht: Sie haben den zweiten Platz der diesjährigen Vergabe des "Preis für Gesundheitsvisionäre" erreicht. Aber was ist Mobile Retter? Wo kommen sie her? Und welchen Nutzen stiftet der Verein? 

Die ortsaufgelöste Alarmierung von Ersthelfern über eine Smartphone-App ist in Deutschland bisher einmalig. Den Stein ins Rollen brachte Notarzt und Ingenieur für Elektro- und Informationstechnik Dr. Ralf Stroop aus Halle (Westf.). Er ist Initiator des Projekts „Mobile Retter“ und hat das Konzept formuliert und entwickelt. Gemeinsam mit dem Kreis Gütersloh wurde das Projekt ins Leben gerufen.
Wenn im Kreis Gütersloh in der Rettungsleitstelle der Feuerwehr ein Notruf eingeht, bei dem es heißt „Bewusstlose Person“ oder „Herz-Kreislauf-Stillstand“, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Nur wenige Minuten bleiben jetzt, bis erste irreparable Schäden am Gehirn des Patienten auftreten, wenn nicht sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen wird. Obwohl der alarmierte Rettungsdienst sich auf dem schnellsten Wege zum Patienten befindet, vergehen oft wertvolle Minuten. Minuten, die im Kreis Gütersloh seit nunmehr über zwei Jahren von sog. Mobilen Rettern überbrückt werden.
Das Prinzip ist einfach. Nach Eingang eines Notrufs mit lebensbedrohlicher Meldung werden durch einen Server in der Rettungsleitstelle alle Mobilen Retter in der näheren Umgebung des Patienten geortet. Durch eine innovative Smartphone-App wird der nächstgelegene Mobile Retter vollautomatisch über den Notfall in Kenntnis gesetzt und zum Einsatzort entsandt. Hier überbrückt er die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und leitet lebensrettende Maßnahmen ein. Maßnahmen, die über das Leben des Betroffenen entscheiden. Bereits in über 350 Fällen konnte Patienten auf diese Art und Weise schnell geholfen werden.
Das Pilotprojekt wird begleitet vom Verein „Mobile Retter e.V.“, der sich zum Ziel gesetzt hat, den Ausbau des Systems weiter voran zu treiben. Mittlerweile hat auch der rheinland-pfälzische Landkreis Germersheim das System übernommen. Ziel aller Projektbeteiligten ist es, die Alarmierung von Mobilen Rettern zukünftig flächendeckend in ganz Deutschland zu ermöglichen. Gespräche mit anderen Regionen über die Implementierung des Systems laufen bereits auf Hochtouren.

Kontakt:

Mobile Retter e.V.
Philipp Rother
Alleestr. 93
D-33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel.: 05242-1839783
info@mobile-retter.de
Projektinitiator und Ärztlicher Leiter

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